Hochzeitsshooting: Der große Tag!

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Egal auf welches Genre der Fotografie Ihr Euch spezialisiert habt, fast jeder (Hobby-)Fotograf kommt irgendwann in die Verlegenheit, ein Brautpaar ablichten zu müssen. Hier einige Tipps für ungewöhnliche und wunderschöne Hochzeitsbilder.

Das Fotografieren auf Hochzeiten ist nicht ganz einfach. Wenn Ihr in einer Kirche den Satz „Jetzt brauche ich nochmals das Blumenmädchen“ sagt, seid Ihr offiziell der Hochzeitsfotograf dieses Tages.

Und um es deutlich zu sagen: Je besser die Ausrüstung, desto höher sind die Erwartungen an Eure Bilder. Der Tag der Hochzeit naht und damit ein ganz besonderer Auftrag im Leben eines Hochzeitsfotografen.
Der Job eines Hochzeitsfotografen ist der härteste Fotografie-Job auf der ganzen Welt. Die Begründung ist ganz klar: Es gibt keinen zweiten Versuch eine Hochzeit aufzunehmen. Die emotionalen Momente sind nicht abrufbar oder wiederherstellbar.

Es ist eine Hochzeit, für die IHR verantwortlich sind. Es gibt keine Ausreden wie “Oh weh, ich glaube, meine Kamera ist kaputt” oder “Schade, ich habe nicht genug Speicherkarten dabei”. Auch der Satz “Jetzt habe ich das Ladegerät für die Kamera vergessen” findet kein Verständnis.
Wenn Ihr wegen solcher – in den Augen des Brautpaares – „Lappalien“ die wichtigsten Momente, wie das Anstecken der Ringe, das Anschneiden der Torte etc., verpassen solltet, habt Ihr alles verspielt.

Deshalb einige Tipps, um als Hochzeitsfotograf zu überleben:

  1. Nicht alles ist planbar: Auch wenn bereits viele Ansprachen mit dem Brautpaar besprochen wurden, gehört zu jedem Hochzeitsshooting Improvisation dazu.
  2. Notwendige Hardware: Eine Ersatzkamera ist notwendig, denn falls die erste Kamera ausfällt, hat man Ersatz dabei. Bedenkt, dass dieser einmalige Tag nicht wiederholbar bzw. nachzustellen ist. Das gleiche gilt auch für Batteriepacks sowie Speicherkarten. Lieber zu viel als zu wenig einpacken.Denkt an Blitz- und Lichtequipment sowie an ein Stativ.
  3. Under Cover: „Nicht hören, nicht lassen, nicht sprechen“ – so lautet die Devise beim für Hochzeitsfotografen vor allem in der Kirche. Nichts ist Schlimmer, als Fotografen, die immer mit einem “Klick!”-Geräusch die stillen und emotionalen Momente stören. Wichtig ist es sich der Stimmung anzupassen und herauszuspüren, wieviel Bewegung und klicken angebracht ist.
  4. Paparazzi sind gefragt: Die Hauptperson bei einem Hochzeitshooting ist die Braut. Achtet also darauf, immer in der Nähe der Braut zu sein. Also vor, während und nach der Zeremonie. Die Braut ist der Star einer jeden Hochzeit. Darauf folgt das Brautpaar als Einheit.
  5. Detailaufnahmen: Versucht die Hochzeit als Fotogeschichte (Reportage) zu erzählen. Ein wichtiger Baustein dieser Technik ist, auch die kleinen Details der Hochzeit aufzunehmen. Interessant ist hierbei der Blick hinter die Kulissen.

Anbei folgt eine Liste der Dinge, die Ihr fotografieren solltet und die als Einzelfotos oder auch als Hintergründe verwendet werden können:

  • Die Hochzeitseinladungen
  • Die Dekoration der Kirche, des Wagens, der Tische
  • Das Hochzeitskleid auf dem Stuhl oder hängend / Details des Brautkleids
  • Der Brautschleier – Details de Schleiers
  • Der Brautschmuck / Brautstrauß
  • Schuhe der Braut
  • Die Ringe / die Hände
  • Die Sektgläser
  • Tischkärtchen bzw. Sitzplan
  • Blumenschmuck des Bräutigams
  • Krawatte / Zylinder / Fliege / Weste des Bräutigam

Euch fallen bestimmt noch viele Elemente ein.